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    Knochengesundheit im Alter: Risikoanalyse der Finnish Bone Society

    Sturz auf gleicher Höhe – und plötzlich steht dein Leben Kopf. Was du heute über Knochengesundheit im Alter und Risikoanalyse weißt, kann morgen den Unterschied zwischen Krankenhaus und gemütlichem Kaffeekränzchen ausmachen. Die Finnish Bone Society zeigt dir, wie du mit Köpfchen, moderner Medizin und etwas Alltagsweisheit dein Skelett so fit hältst, dass du auch mit 75 noch souverän durch den Alltag navigierst.

    Du spürst sie kaum. Manchmal knackt es im Nacken. Oder die Finger melden sich beim Wetterwechsel. Doch deine Knochen? Das sind gerade jetzt, wo die ersten grauen Haare sich zeigen, absolute Dauerbrenner. Sie speichern Mineralien, produzieren rote Blutkörperchen und halten dich tagtäglich auf den Beinen. Das Problem: Mit fortschreitendem Alter verliert sich das feine Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau. Die kleinen Baumeister in deinem Körper, die Osteoblasten, werden langsamer. Die Abrissbirnen, die Osteoklasten, arbeiten oft unvermindert weiter. Das Ergebnis ist ein Skelett, das poröser wird – Stichwort Osteoporose. Und genau hier setzt das Thema Knochengesundheit im Alter Risikoanalyse an. Klingt nach trockenem Fachchinesisch? Ist es nicht. Es ist dein persönlicher Cheatcode, um schmerzhaften Brüchen und eingeschränkter Mobilität einen Schritt voraus zu sein. Denn wenn du weißt, wo dein Körper steht, kannst du gezielt gegensteuern.

    Knochengesundheit im Alter: Risikoanalyse als Schlüssel zur Prävention

    Knochen sind kein totes Gerüst. Sie sind lebendiges Gewebe. Stell dir das mal wie ein Baustellenareal vor, das nie wirklich Ruhe kennt. Tag und Nacht werden Materialien transportiert, Altes ausgetauscht, Neues eingebaut. Bis etwa zum 30. Lebensjahr läuft der Aufbau meist besser als der Abbau. Danach dreht sich das Verhältnis schleichend. Das ist normal. Aber im Alter, besonders nach den Wechseljahren oder bei bestimmten Vorerkrankungen, kann die Waage gefährlich ausschlagen. Und hier passiert oft das, was Mediziner latenten Verlust nennen: Du merkst es einfach nicht.

    Warum dein Körper im Rentenalter umdenkt

    Deine Knochendichte nimmt natürlicherweise ab. Das ist wie bei einem alten Baum: Das Holz wird spröder, die Jahresringe erzählen Geschichten von Stürmen und Trockenperioden. Dein Körper reagiert auf Hormonumstellungen, auf veränderte Bewegungsmuster, auf den Genuss, den du dir gönnst, und auf den Stress, den du hattest. Alles hinterlässt Spuren im Knochengewebe. Viele denken: „Solange nichts wehtut, ist alles gut.“ Das ist einer der größten Irrtümer, wenn es um die Knochengesundheit geht. Osteoporose schleicht sich heran. Sie ist der heimliche Langfinger im eigenen Körper. Erst wenn ein Rippenbruch nach einem harmlosen Hustenanfall oder ein Hüftbruch nach einem kleinen Taps ins Wohnzimmer passiert, fällt der Vorhang. Genau das soll eine frühzeitige Risikoanalyse verhindern.

    Vorsorge ist kein Sparbuch, sondern ein Investment

    Risikoanalyse bedeutet nicht, dass du jetzt jede Woche zum Arzt rennen musst. Es bedeutet, dass du einmal gezielt durchcheckst, wo du stehst. Bist du im grünen Bereich? Super. Dann weißt du, dass gelegentliches Joggen und eine ordentliche Portion Käse reichen. Zeigt sich hingegen Osteopenie, also der Vorstufe der Osteoporose? Dann ist das der Moment, in dem du noch ganz easy den Ruder herumreißen kannst. Die Finnish Bone Society setzt genau hier an. Die Experten schauen nicht nur auf Laborwerte, sondern auf dich als ganzen Menschen. Was isst du? Bewegst du dich? Hast du früher geraucht? Gibt es in der Familie Knochenbrüche? All das fließt in das Modell ein. So entsteht kein standardisierter Automatismus, sondern ein Profil, das zu dir passt. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen panischem Orthopäden-Besuch und smarter Prävention.

    Risikofaktoren und Frakturrisiko im Alter verstehen – Ein Leitfaden der Finnish Bone Society

    Jeder Mensch trägt sein eigenes Paket an Risiken mit sich herum. Manche haben es geerbt. Andere haben es sich angeeignet. Und wieder andere stehen mitten im Leben und merken plötzlich, dass das Skelett nicht mehr so mitmacht wie früher. Die Finnish Bone Society hat deshalb einen Leitfaden entwickelt, der strukturiert und verständlich macht, worauf es wirklich ankommt. Kein Fachblabla, sondern klare Kategorien, die du auf einen Blick verstehst.

    Das Who-is-Who der Knochen-Schurken

    Es gibt Faktoren, die kannst du nicht ändern. Dazu gehören dein Alter, dein biologisches Geschlecht und deine Gene. Frauen nach den Wechseljahren haben ein deutlich höheres Risiko, weil der Östrogenspiegel sinkt und dieser Hormoncocktail vorher massiv für stabile Knochen gesorgt hat. Männer sind nicht automatisch fein raus, denn mit zunehmendem Jahren nimmt auch bei ihnen der Testosteronspiegel ab, was den Knochenstoffwechsel ordentlich durcheinanderwirbeln kann. Dann kommt die Familie ins Spiel. Wenn deine Mutter oder deine Großmutter schon mit einer Hüftfraktur im Krankenhaus lag, sollten deine Ohren auf jeden Fall aufmerksam werden.

    Aber es gibt noch viel mehr Stellschrauben:

    • Lifestyle-Faktoren: Rauchen ist nicht nur schlecht für Lunge und Herz. Es wirkt wie ein Gift für deine Osteoblasten. Der Nikotinkonsum blockiert die Versorgung mit Nährstoffen und beschleunigt den Knochenabbau massiv. Alkohol übertrieben? Ebenfalls ein Kandidat. Ein BMI unter 19? Auch das kann problematisch sein, denn zu wenig Polster bedeutet zu wenig mechanische Reize und oft auch unzureichende Nährstoffdepots.
    • Chronische Begleiter: Rheumatoide Arthritis, Diabetes Typ 1, Schilddrüsenerkrankungen oder chronische Nierenprobleme. All diese Erkrankungen können dein Knochenstoffwechselsystem aus der Bahn werfen, ohne dass du es direkt bemerkst.
    • Medikamente: Hier wird es wirklich spannend. Viele ältere Menschen nehmen Glukokortikoide gegen Entzündungen oder Asthma. Diese Mittel sind echte Knochendiebe auf Dauer. Auch manche Säureblocker oder Antiepileptika können das Skelett langsam aushöhlen. Deshalb ist die Medikamentenanamnese ein so wichtiger Teil der Risikoanalyse.
    • Sturzrisiko: Das wird oft unterschätzt. Du kannst noch so starke Knochen haben – wenn du ständig fällst, weil du schlecht siehst, weil die Wohnung unausgeleuchtet ist oder weil deine Muskulatur nachgelassen hat, steigt das Frakturrisiko enorm. Sturz plus Osteoporose ist eine Kombination, die niemand braucht.

    Die unsichtbare Gefahr: Wenn der Knochen bricht, ohne dass es vorher wehtut

    Osteoporose nennt man deshalb auch die heimliche Epidemie. Sie schmerzt nicht. Sie macht keine roten Flaggen. Vielleicht wird man ein bisschen kleiner. Vielleicht runden sich die Oberen Rücken ein wenig. Doch der eigentliche Clou, und das ist bitter, kommt erst mit dem ersten Ereignis. Ein Sturz aus dem Stand. Ein verkannter Stolperer auf dem Bürgersteig. Und schon liegt da ein Bruch vor, der Monate bis Jahre der Genesung bedeuten kann. Die Folge? Immobilität, Schmerzmittelabhängigkeit, teilweise Pflegebedürftigkeit. Das muss nicht sein. Das ist der Punkt, an dem die Risikoanalyse zur puren Lebensqualität wird.

    Methoden der Risikoanalyse für Knochenerkrankungen: Evidenzbasierte Ansätze der Experten

    Du fragst dich jetzt vielleicht: Das klingt alles gut, aber wie genau wird das gecheckt? Gut, dass du fragst. Die Finnish Bone Society setzt auf ein methodisches Portfolio, das wissenschaftlich fundiert ist und gleichzeitig am Menschen orientiert. Keine esoterischen Heilversprechen, sondern klare, validierte Verfahren, die Ärzte weltweit nutzen.

    DXA – die digitale Knochen-Brille

    Der Goldstandard heißt DXA, ausgeschrieben: duoenergetische Röntgenabsorptiometrie. Klingt nach Raumfahrt, ist aber ein relativ simpler, unkomplizierter Scan. Du liegst ein paar Minuten auf einer Liege, während ein Gerät über deinen Körper fährt. Zielorte sind meist die Lendenwirbelsäule und das obere Ende des Oberschenkels am Hüftgelenk. Das Ergebnis: eine exakte Messung der Knochendichte in Gramm pro Quadratzentimeter. Daraus ergeben sich die sogenannten T-Werte und Z-Werte. Der T-Wert vergleicht deine Dichte mit der eines jungen, gesunden Erwachsenen. Liegt er bei minus 2,5 oder niedriger, spricht man von Osteoporose. Zwischen minus 1 und minus 2,5 ist es Osteopenie, die Vorstufe. Das Schöne an DXA: Es ist schmerzfrei, strahlenarm und inzwischen weit verbreitet. Du musst dafür nicht ins Krankenhaus, oft reicht eine spezialisierte Praxis.

    FRAX – mehr als nur eine hübsche Abkürzung

    Hier kommt die moderne Informatik ins Spiel. FRAX ist ein webbasierter Algorithmus, der von der WHO unterstützt wird und dein absolutes 10-Jahres-Risiko für Hüftfrakturen sowie große osteoporotische Frakturen berechnet. Dafür werden zwölf klinische Risikofaktoren eingegeben: Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe, vorherige Frakturen, familiäre Vorbelastung, Rauchen, Alkohol und mehr. Optional kann auch der DXA-Wert mit einfließen. Das Besondere: FRAX ist besonders wertvoll bei Menschen mit Osteopenie. Denn eine DXA allein sagt nicht immer, ob du wirklich behandelt werden musst. FRAX schärft das Bild und hilft dem Arzt, die richtige Entscheidung zu treffen. Sollst du nur deinen Lifestyle ändern? Oder ist ein Medikament angebracht? FRAX bringt hier klare Struktur rein.

    Biochemie erzählt, was Bilder verschweigen

    Bildgebung zeigt den Status quo. Doch der Knochenstoffwechsel ist ein Film, kein Standbild. Deshalb schauen Experten auch auf biochemische Marker. Über Blut- oder Urinwerte lassen sich Stoffwechselaktivitäten messen. Der CTX beispielsweise sagt etwas über die Knochenresorption aus. Das P1NP wiederum über den Aufbau. Sind beide Werte auffällig, weiß der Arzt: Hier ist der Turbo eingelegt, und zwar auf der falschen Seite. Diese Marker sind zudem super praktisch, um zu kontrollieren, ob eine Therapie anschlägt. Du nimmst seit einem Jahr ein Medikament? Ein Blick auf die Marker zeigt, ob sich dein Knochenstoffwechsel beruhigt hat. Das ist Präzisionsmedizin pur.

    Methode Was genau misst sie? Wann ist sie besonders nützlich?
    DXA-Scan Areale Knochendichte in g/cm² Baselinediagnostik, Verlaufskontrollen
    FRAX-Rechner 10-Jahres-Frakturwahrscheinlichkeit Risikostratifizierung bei Osteopenie
    QCT / pQCT Volumetrische Knochendichte und Geometrie Spezialfälle, differenzierte Diagnostik
    Biochemische Marker (CTX, P1NP) Aktueller Knochenanabolismus bzw. -katabolismus Therapiesteuerung und Verlaufsmonitoring

    Von der Risikoanalyse zur individuellen Prävention: Therapierichtlinien der Finnish Bone Society

    Wissen ohne Handlung ist wie ein Sportwagen ohne Benzin. Sieht gut aus, bringt dich aber nicht voran. Deshalb hat die Finnish Bone Society aus ihren Analysen klare, umsetzbare Therapierichtlinien abgeleitet. Das Besondere: Es gibt keinen Einheitsbrei. Die Empfehlungen sind risikoadaptiert. Je nachdem, was bei dir herauskommt, wird die Strategie zurechtgeschnitten.

    Essen, bewegen, lächeln – die Basics zählen doppelt

    Ganz egal, wie dein Risikoprofil aussieht: Die Basis ist immer der Lebensstil. Calcium ist der Baustoff schlechthin für Knochen. Du findest es in Milchprodukten, grünem Gemüse wie Brokkoli oder Spinat, und in mineralstoffreichem Wasser. Daneben brauchst du Vitamin D, denn ohne diesen Helfer kann dein Darm das Calcium gar nicht ordentlich aufnehmen. Die Sonne ist der beste Lieferant. Aber ehrlich, wer in den dunklen Wintermonaten oder mit 70 noch regelmäßig die 20 Minuten mittags draußen verbringt? Deshalb wird in nördlichen Breiten oft eine Supplementierung empfohlen. Die Finnish Bone Society legt Wert auf eine bedarfsgerechte Dosierung, also nicht einfach willkürlich Tabletten schlucken, sondern vorher den Vitamin-D-Spiegel checken.

    Bewegung ist der zweite große Hebel. Und nein, du musst keinen Marathon laufen. Ganz im Gegenteil. Gewichtsbelastende Aktivitäten wie Walking, Tanzen oder leichtes Hanteltraining geben deinen Knochen genau den Reiz, den sie brauchen, um nicht faul zu werden. Gleichzeitig stärkst du deine Muskulatur. Das ist Gold wert, denn Muskulatur ist der beste Schutz gegen Stürze. Tai Chi beispielsweise, diese sanfte asiatische Bewegungsform, hat in Studien gezeigt, dass es das Sturzrisiko enorm senkt. Koordination, Balance, Kraft – alles in einem.

    Dein Zuhause als Sicherheitszone

    Stell dir vor, du kommst nachts aufs Klo. Halb verschlafen. Das Licht ist grell. Du tastest dich vorwärts. Und dann schnappst du mit dem Fuß über den Teppichrand. Klingt banal, kann aber im höheren Lebensalter fatale Folgen haben. Die Finnish Bone Society empfiehlt deshalb eine regelmäßige Sturzinspektion in den eigenen vier Wänden. Entferne lose Teppiche oder sichere sie mit rutschfesten Unterlagen. Montiere Haltegriffe im Bad, besonders an der Toilette und in der Dusche. Achte auf gute Beleuchtung, auch indirekte Nachtlichter. Und zieh Schuhe mit rutschfester Sohle, statt nur in Socken durch die Wohnung zu gleiten. Das klingt nach Kleinkram. Ist es nicht. Es ist Prävention, die Leben rettet.

    Wenn die Natur eine Extraportion Hilfe braucht

    Bei manifester Osteoporose oder einem sehr hohen FRAX-Risiko reicht Lifestyle allein oft nicht. Dann kommen Medikamente ins Spiel. Bisphosphonate wie Alendronat oder Risedronat sind die Klassiker. Sie bremsen die Osteoklasten aus. Denosumab ist eine moderne Alternative, die als Antikörper wirkt und zweimal jährlich als Spritze verabreicht wird. Für hochgradige Fälle gibt es sogar osteoanabole Substanzen wie Teriparatid, die den Knochenaufbau aktiv fördern. Die Finnish Bone Society betont jedoch immer: Das A und O ist die Anpassung an die individuelle Situation. Nierenfunktion, Herz-Kreislauf-Vorgeschichte, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten – all das spielt eine Rolle. Und natürlich das Monitoring. Nach etwa zwei Jahren wird neu bewertet. DXA, Marker, Fragebögen. Funktioniert die Therapie? Bleibt alles beim Alten? Oder muss umgeschwenkt werden? Diese iterative Schleife aus Analyse, Therapie und Kontrolle ist das Erfolgsrezept.

    Aufklärung und Ressourcen: Wie Patienten und Ärzte von evidenzbasierten Leitlinien profitieren

    Die beste Medizin nutzt nichts, wenn sie zwischen Arzt und Patient nicht ankommt. Deshalb legt die Finnish Bone Society riesigen Wert auf Aufklärung und den Aufbau niederschwelliger Ressourcen. Das Motto: Wissen muss fließen, in beide Richtungen.

    Aufklärung, die wirklich ankommt

    Für dich als Patient bedeutet das: Du bekommst verständliche Informationen. Keine 30-seitigen PDFs volle Pseudo-Latein. Sondern Broschüren, digitale Selbsttests, Videos und Workshops, die erklären, was mit deinem Körper passiert. Verstehst du, warum dein Knochenstoffwechsel gerade verändert wurde? Bist du informiert über die Nebenwirkungen deiner Medikamente? Kennst du die Warnsignale, auf die du achten solltest? Das alles stärkt deine Autonomie. Du wirst vom passiven Empfänger zum aktiven Gestalter deiner Gesundheit. Und das macht einen gewaltigen Unterschied in der Therapietreue. Wer weiß, warum er etwas tut, tut es auch konsequent. Das ist keine Esoterik, sondern Psychologie.

    Für Ärzte: Nie wieder im Dunkeln tappen

    Auf der anderen Seite profitieren Ärzte und medizinisches Fachpersonal enorm von den strukturierten Leitlinien der Finnish Bone Society. Sie bekommen aktualisierte Behandlungsalgorithmen, die auf Metaanalysen und großen Kohortenstudien basieren. Sie können sich in zertifizierten Fortbildungen weiterbilden und mit Experten aus Orthopädie, Rheumatologie und Endokrinologie vernetzen. Der Austausch ist Gold. Denn Knochenerkrankungen sind seldom eine eindimensionale Sache. Ein Hausarzt sieht vielleicht den Blutdruck und die Nierenwerte. Der Orthopäde sieht das Röntgenbild. Der Rheumatologe kennt die entzündlichen Komponenten. Erst wenn diese Welten zusammenfinden, entsteht das große Ganze. Die Leitlinien der Finnish Bone Society fungieren hier als verbindende Sprache. Sie sorgen dafür, dass der Patient nicht zwischen den Stühlen der Fachdisziplinen landet, sondern eine lückenlose Versorgung erfährt.

    Darüber hinaus stellt die Gesellschaft standardisierte Dokumentationsbögen und Frakturrisiko-Scores kostenfrei zur Verfügung. Das mag auf den ersten Fall nach Bürokratie klingen. In Wahrheit aber verbessert es die Qualität der Versorgung immens. Ärzte können Ergebnisse vergleichen, regionale Unterschiede erkennen und Therapieansätze gezielt anpassen. Das ist moderne Medizin, datengetrieben und dennoch menschlich.

    Forschung, Richtlinien und globale Wirkung: Die Finnish Bone Society als Treiber der Knochengesundheit im Alter

    Was 1987 in Finnland als visionäres Projekt begann, ist heute zu einer international anerkannten Institution geworden. Die Finnish Bone Society vereint Wissenschaftler und Kliniker unter einem Dach, das sich ausschließlich der Knochengesundheit verschrieben hat. Und sie hat es sich nicht gemütlich in der eigenen Forschungsblase bequem gemacht. Stattdessen wird aktiv global gedacht.

    Wie aus finnischen Wäldern globale Standards wachsen

    Finnland mag geografisch im Norden liegen, die Wirkung der Society reicht weit darüber hinaus. Durch Kooperationen mit europäischen und überseeischen Partnern fließen die entwickelten Leitlinien in internationale Empfehlungen ein. Die Methoden der Risikoanalyse, die Therapiealgorithmen, die Präventionsstrategien – sie alle dienen als Blaupause für Länder, die gerade erst damit beginnen, ihre Altersmedizin systematisch auf Knochenerkrankungen auszurichten. Besonders in Nationen mit begrenzten Gesundheitsbudgets ist das ein riesiger Vorteil. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern können auf erprobte, wissenschaftlich validierte Frameworks zurückgreifen.

    Die Forschung selbst bewegt sich dabei stetig voran. Neue Wirkstoffe werden evaluiert. Digitale Tools, wie tragbare Sensoren zur Sturzerkennung oder App-basierte Bewegungsprogramme, werden getestet. Die Genetik des Knochenstoffwechsels wird entschlüsselt. All das fließt in regelmäßige Updates der Leitlinien ein. Die Finnish Bone Society versteht sich als dynamisches Organismus, nicht als statisches Regelwerk.

    Demografie trifft auf Prävention

    Wir leben in einer Zeit, in der die Weltbevölkerung rapide altert. Das ist in vielerlei Hinsicht ein Privileg – längeres Leben bedeutet mehr Erfahrung, mehr Zeit, mehr Geschichten. Aber es bringt auch Herausforderungen mit sich. Mehr ältere Menschen bedeuten mehr Fälle von Osteoporose, mehr Hüftfrakturen, mehr Pflegefälle. Die Finnish Bone Society hat genau diesen demografischen Wandel früh auf dem Schirm gehabt. Ihre Arbeit ist deshalb nicht nur medizinisch relevant, sondern gesellschaftlich. Denn jede Fraktur, die durch gute Prävention vermieden wird, bedeutet auch weniger Kosten für das Gesundheitssystem, weniger Leid für die Betroffenen und mehr Jahre in Selbstständigkeit. Das ist ein Gewinn für alle.

    In dieser Hinsicht ist die Knochengesundheit im Alter Risikoanalyse mehr als nur eine ärztliche Maßnahme. Sie ist ein Baustein für eine Gesellschaft, in der Altern nicht gleichbedeutend ist mit Abhängigkeit. Ein stables Skelett ermöglicht Mobilität. Mobilität ermöglicht soziale Teilhabe. Und soziale Teilhabe ist es, was Lebensqualität im hohen Alter wirklich ausmacht. Die Finnish Bone Society liefert hierfür nicht nur die theoretische Grundlage, sondern das praktische Handwerkszeug.

    Häufig gestellte Fragen zur Knochengesundheit im Alter Risikoanalyse

    Ab welchem Alter sollte ich eine Risikoanalyse für meine Knochen machen lassen?

    Grundsätzlich empfiehlt die Finnish Bone Society bei Frauen ab 65 und Männern ab 70 eine routinemäßige Risikostratifizierung. Hast du jedoch früher in den Wechseljahren, eine familiäre Vorbelastung oder nimmst du längerfristig Medikamente wie Cortison? Dann lohnt sich der Check deutlich früher. Sprich deinen Arzt einfach mal drauf an.

    Ist eine normale DXA-Messung ein absoluter Freifahrtschein?

    Nein, leider nicht. Eine normale Knochendichte schließt ein erhöhtes Frakturrisiko nicht komplett aus. Wenn du häufig stolperst, unter Sarkopenie leidest oder Sehbeeinträchtigungen hast, kann das Sturzrisiko unabhängig von der Dichte zum Problem werden. Deshalb schaut die Finnish Bone Society immer auf das Gesamtpaket.

    Welche Ernährung ist wirklich gut für meine Knochen?

    Calcium und Vitamin D sind die großen Stars. Aber auch ausreichend Protein ist essenziell, denn Muskeln und Knochen sind ein Team. Milchprodukte, Blattspinat, Brokkoli, fetter Meeresfisch und Hülsenfrüchte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Extrem salz- oder phosphathaltige Fertiggerichte sind dagegen eher die Feinde stabiler Knochen.

    Kann Bewegung mein Frakturrisiko wirklich messbar senken?

    Ja, definitiv. Gewichtsbelastendes Training stimuliert die Knochenbildung und hält die innere Architektur stabil. Gleichzeitig trainierst du durch Gleichgewichtsübungen deine Koordination und vermeidest Stürze. Beides zusammen ist eine extrem effektive Kombination. Du musst dafür nicht ins Fitnessstudio: Walking, Tanzen oder Tai Chi tun es auch.

    Wie oft sollte eine Kontrolle stattfinden, wenn ich bereits in Behandlung bin?

    In der Regel wird alle zwei Jahre eine Kontroll-DXA empfohlen. Dazu kommen gegebenenfalls Blutwerte wie die Knochenstoffwechselmarker. Sollte sich der Zustand verschlechtern oder ein Medikamentenwechsel anstehen, kann der Rhythmus auch kürzer sein. Dein Arzt passt das individuell an.

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